Dienstag, 3. Februar 2009

Das erste Wochenende in Madrid

So, heute möchte ich euch ein bisschen von meinem ersten richtigen Wochenende in Madrid erzählen. Eines vorneweg: Es war (und ist immer noch) von extremem Schlafmangel geprägt - ich war heute schon kurz davor einen Kaffee zu trinken ;)

Am Freitagmittag habe ich nach der Arbeit (habe freitags bereits um 15 Uhr aus) bei wunderschönem Wetter einen ausgiebigen Spaziergang durch den Retiro unternommen, um ein bisschen die Woche Revue passieren zu lassen und den Kopf freizubekommen. Abends war ich dann mit meinen Mitbewohnerinnen spontan bei uns um die Ecke Tapas essen und ein Bier trinken. Es war wirklich ein schöner Abend und mir wird immer mehr bewusst, wie viel Glück ich mit meinen Mitbewohnerinnen habe, da wir uns ziemlich ähnlich sind, uns gut verstehen und ich den Eindruck habe, sie schon ewig zu kennen.

Am Samstag habe ich dann erst einmal ausgeschlafen und bin dann etwas in die Stadt zum Bummeln. Außer Strumpfhosen (meine hatte sich am Donnerstag eine nette Laufmasche eingefangen, sodass ich sie unter keinen Umständen bei der Arbeit weiter hätte anziehen können) habe ich aber nichts gekauft. Danach habe ich etwas vorgeschlafen - im Nachhinein betrachtet eine sehr kluge Entscheidung - weil abends fiesta anstand. Spontan hatte sich in einer studivz-Gruppe herauskristallisiert, dass Tanzen anstand. Nachdem wir bis 1 Uhr durch Bars gezogen waren, erreichten wir schließlich den Tanztempel (ich schreibe nicht umsonst Tempel). Ich hatte davor schon mitbekommen, dass Tanzengehen in Spanien teuer ist, als ich jedoch erfuhr, dass der Eintritt 20 Euro kostet, war auch ich einmal sprachlos. Zum Glück lernten wir eine etwas verrückte US-Amerikanerin kennen, die uns so Kärtchen gab, mit denen wir "nur" 15 Euro bezahlen mussten und obendrein in den Genuss von zwei Freigetränken kamen. Also nichts wie rein.. An der Garderobe verschlug es mir dann erneut die Sprache: Für jedes Teil, das man abgeben wollte, wurden 2 Euro fällig. Ich beschloss also, nur meine Jacke abzugeben und meinen Schal in meine Tasche zu quetschen. Und dann ab in die Menge: Zuerst gingen wir auf den unteren Floor und fast verschlug es mir noch einmal die Sprache: Die Location war einfach nur zu krass (das Wort habe ich meinen Mitbewohnerinnen übrigens auch schon beigebracht): Die Disko ist in einem ehemaligen Theater (oder so etwas in die Richtung), also wirklich tempelartig, mit ich weiß nicht wievielen Floors. Kleiner Zeitsprung: Gegen 06:00 ging das Licht an und ich beschloss die erste Metro zu nehmen. Die 15 Euro hatte ich also bis aufs letzte ausgenutzt und die ganze Nacht durchgetanzt..

Am Sonntag habe ich dann erst einmal bis mittags geschlafen, was wohl auch ganz gut war, weil es morgens geschneit hat (so schnell kanns gehen: vom Frühling wieder in den Winter). Den Sonntagmittag über haben wir nur zuhause gegammelt und gegessen, weil Analía und Raquel ebenfalls unterwegs waren und nicht viel früher ins Bett gekommen sind als ich.
Um 19:55 haben Raquel und ich dann spontan beschlossen ins Kino zu gehen (ach, wie ich diese Mentalität liebe) - zum Glück ist das Kino direkt um die Ecke, sodass wir nur 5 Minuten zu spät kamen. Wir haben uns diesen französischen Film angesehen, in dem ein Postbeamter aus Südfrankreich in den Norden versetzt wird (leider keine Ahnung, wie der auf deutsch heißt). War ein echt toller und humorvoller Film, wie die meisten französischen Produktionen.

Gestern Abend dann gleich weiter im Kulturprogramm - zumindest war es so angedacht: Analía und ich wollten um 20 Uhr ins Theater, wo einer ihrer Kumpels mitspielte. Der lieben Argentinierin fiel allerdings um halb 8 ein, dass sie noch duschen und Haare waschen musste und so kamen wir natürlich zu spät - um 20:05 und wurden nicht mehr eingelassen... Ach, wie mich das an meine Zeiten in Chile erinnert hat ;) Naja, wir sind dann noch spontan (das Worte schreibe ich jetzt sicherlich zum fünften Mal, oder?) mit einigen ihrer Freunde etwas trinken und Tapas essen gegangen, sodass ich - ungewollt - auch noch das Nachtleben in La Latina unf Lavapies mit seinen vielen kleinen urigen Kneipen erleben durfte...

4 Kommentare:

  1. so ein SPONTANES hallo mal wieder von M nach M:)
    auch wenn ich ihn nicht gesehen habe, die story kenn ich aber mittlerweile kenn, hiess dein Film, 'Bienvenue chez les chtis' oder in der dt. Übersetzung 'Willkommen bei den Schtis'.. lief sogar als ich Weihnachten daheim war.
    so ich bin ja gespannt wie dieses Wochenende war;)
    Liebe Grüße Reiner

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Hey Simone!
    Das hört sich ja nach einem klasse Wochenende an! Bin schon gespannt, was du von diesem Wochenende zu berichten hast!
    hihi...ich muss so schmunzeln, wenn ich über deine Erfahrungen mit "Spontaneität" lese. Präg' sie dir gut ein, in Augsburg führen wir dann auch mal mehr "spontane" Aktionen ein, gell? :)
    Wow, dieser Tanztempel muss ja genial gewesen sein! Mit wem warste denn dort?
    Das ist ja lustig, dass du auch gerade "Willkommen bei den Schti's" dir angeschaut hast! Ich war mit Mone am Samstag "ganz spontan" drin ;) Wir waren nämlich davor mit Alex und seinem Bruder in der Nudelbar, und weil die zwei schon relativ früh gegangen sind, haben Simone und ich gedacht: "hey, geh' ma doch ins Kino, oder?!"
    Der Film war echt superwitzig! Eine echt nette Geschichte! Das Geilste ist echt, wenn seine Frau kommt, und seine Freunde ihr das angeblich "wahre Leben" in Bergues vorspielen. ;)
    Na denn, Simönchen, machs gut,
    ich muss mich langsam mal bereit machen, da Simon aus Mannheim heute nach Augsburg kommt.
    Ciudate,
    David.

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  4. Hola David,
    in Augsburg hat man halt mehr Verpflichtungen - darunter leidet die Spontanität etwas ;) War mit anderen Praktikanten (nicht aus der Handelskammer) - Max und Johnny - dort.
    Liebe Grüße,
    Simone

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